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Ratgeber · Zertifizierung

Die wichtigsten Firewall-Zertifizierungen einfach erklärt

EAL4+, CSPN, BSI, NATO Restricted – Zertifizierungen klingen abstrakt. Entscheidend ist, was dahintersteht und welcher Nachweis für Ihr Unternehmen tatsächlich zählt.

Eine Zertifizierung ist kein Selbstzweck. Ihr Wert liegt darin, dass eine unabhängige Stelle geprüft hat, was ein Hersteller verspricht. Für sicherheitskritische Umgebungen, Behörden und regulierte Branchen ist genau das oft ein hartes Auswahlkriterium – und manchmal eine Vergabevoraussetzung.

Die wichtigsten Zertifizierungen – und ihr Nutzen

Common Criteria (CC / EAL)

Internationaler Standard (ISO/IEC 15408). Die Stufen EAL1–EAL7 geben die Prüftiefe an; EAL4+ ist im Firewall-Bereich ein hohes, praxisrelevantes Niveau.

Nutzen: International anerkannter, unabhängiger Nachweis – nicht das Herstellerwort, sondern eine geprüfte Tiefe.

CSPN & ANSSI-Qualifikation

Verfahren der französischen Cyber-Behörde ANSSI. CSPN ist eine schlankere, schnelle Sicherheitsbewertung; die Qualifikation geht darüber hinaus und empfiehlt Produkte für sensible Umgebungen.

Nutzen: Starkes europäisches Souveränitäts-Signal, besonders für Behörden und regulierte Branchen.

BSI-Anforderungen

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik definiert Anforderungen und Zertifizierungen (z. B. für KRITIS) sowie den IT-Grundschutz als Methodik.

Nutzen: Relevanter Bezugsrahmen für deutsche Behörden, KRITIS-Betreiber und öffentliche Auftraggeber.

NATO / EU Restricted

Freigaben für den Einsatz in klassifizierten Umgebungen mit erhöhten Geheimhaltungsanforderungen.

Nutzen: Nachweis für besonders schützenswerte Einsatzbereiche – über typische Unternehmensanforderungen hinaus.

Welche Zertifizierungen sind wirklich relevant?

Mehr Zertifikate sind nicht automatisch besser. Relevant ist, was zu Ihrem Kontext passt:

  • Öffentliche Auftraggeber & KRITIS: EU-/BSI-bezogene Nachweise und Common Criteria sind häufig ausschlaggebend oder vorgeschrieben.
  • Souveränitäts-Fokus: ANSSI-Qualifikation und europäische Herkunft sind starke, belegbare Argumente.
  • Klassische Mittelständler: Hier zählt eher ein solides, geprüftes Sicherheitsniveau (z. B. CC EAL4+) als eine möglichst lange Zertifikatsliste.

Wichtig ist außerdem: Eine Zertifizierung gilt für eine bestimmte Produktversion und Konfiguration. Sie ist eine Momentaufnahme der geprüften Tiefe – kein Ersatz für laufende Updates und einen sauberen Betrieb.

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Welche Nachweise braucht Ihr Unternehmen?

Wir ordnen die Zertifizierungen für Ihren konkreten Fall ein – verständlich und ohne Fachchinesisch.